Leitfaden für exzellente Beschichtungen
Kompetente Beratung für makellose Lackierergebnisse
Lackfehler sind eine unvermeidbare Herausforderung in der Autoreparaturlackierung. Sherwin-Williams hilft Ihnen dabei, diese Herausforderungen souverän zu meistern. Unser Leitfaden für exzellente Beschichtungen erläutert die Ursachen von 36 der häufigsten Mängel und enthält praktische Tipps, wie Sie diese vermeiden bzw. beheben können.
Fehler haben viele verschiedene Ursachen – Unfälle, Einwirkung ätzender Substanzen, unsachgemäße Anwendungstechniken oder falsche Zusammensetzung der Farbe. Wir helfen Ihnen dabei, diese Probleme zu erkennen und zu reduzieren, damit Sie stets qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern können. Weniger Mängel bedeuten mehr Effizienz, weniger Nacharbeit und vor allem zufriedene Kunden.
Nachfolgend finden Sie einige Beispiele dafür, was Ihnen in diesem Leitfaden angeboten wird.
Abheben/Schmoren/Abbeizen
Während des Sprühens kann es zu einer Aufquellung oder Ablösung der darunterliegenden Schichten kommen, da diese sich teilweise auflösen.
Ursache
• Unverträglichkeit: Die aufgetragene Farbe ist für den Untergrund ungeeignet.
• Entfetter zu aggressiv für den Untergrund (Grundierung, Füllstoff bzw. Deckschicht).
• Möglicherweise schlechte Haftung der darunterliegenden Farbschicht.
• Substrat nicht vollständig ausgehärtet/nicht vollständig trocken.
• Zu dickes Auftragen des Lacksystems.
• Außergewöhnlich lange Ablüftzeit zwischen den einzelnen Schichten. Die erste Schicht mit extra langer Ablüftzeit wird durch die nächste Schicht aufgelöst.
Prävention
• Führen Sie stets einen Lösungsmittel-Test an/um die zu reparierende Stelle herum durch.
• Wählen Sie für jedes Substrat geeignete Produkte aus.
• Mischen Sie die Produkte gemäß den technischen Datenblättern und wenden Sie die richtige Sprühtechnik an; nicht zu viel auftragen.
• Beachten Sie die richtigen Trocknungszeiten/Temperaturen.
• Tragen Sie die nächsten Schichten unmittelbar nach der empfohlenen Ablüftzeit auf.
Abhilfe
• Bei geringfügigen Abhebungen nach dem Trocknen bis auf eine tragfähige Schicht abschleifen. Nach dem Schleifen das Lacksystem erneut sorgfältig auftragen.
• Sprühen Sie empfindliche Untergründe immer vorsichtig ein:
− In dünnen Schichten und mit ausreichender Ablüftzeit zwischen den einzelnen Schichten.
• Bei starkem Abblättern müssen die Schichten vollständig entfernt werden, bevor das neue Lacksystem aufgetragen wird.
Orangenschaleneffekt
Frisch aufgetragene Farbe fließt schlecht und sieht aus wie eine Orangenschale.
Ursache
• Die Farbe ist zu dickflüssig, die Sprühviskosität zu hoch.
• Falscher Härter, zu schnell.
• Falscher Verdünner, zu schnell.
• Sprühdruck zu hoch/zu niedrig.
• Spritzpistolen-Einstellung: Düsengröße zu groß.
• Extrem hohe Temperaturen.
• Die Lackiermaterialien sind zu kalt.
Prävention
• Verwenden Sie das richtige Mischungsverhältnis (verwenden Sie einen Messbecher oder mischen Sie mit einer Waage).
• Überprüfen Sie die Viskosität.
• Verwenden Sie den für die Auftragsgröße, Temperatur und Luftströmung empfohlenen Härter und Verdünner.
• Verwenden Sie die Produkte gemäß dem Sicherheitsdatenblatt.
• Verwenden Sie für die Produkte die richtige Spritzpistolenausrüstung.
• Die ideale Sprühtemperatur beträgt ca. 20 °C/68 °F.
• Sprühen Sie nicht bei extrem hohen Temperaturen.
• Die ideale Lagertemperatur beträgt ca. 20 °C/68 °F.
Abhilfe
• Durch Polieren lassen sich kleinere Orangenhauteffekte beseitigen.
• Bei starkem Orangenhauteffekt das Objekt anschleifen und erneut lackieren.
Schleifspuren
Feine/grobe Kratzer in unterschiedlichen Mustern, kreisförmig oder unregelmäßig, können im Decklacksystem sofort oder nach einiger Zeit auftreten.
Ursache
• Falsche Schleifkörnung verwendet, zu grob für die nachfolgend aufgetragenen Produkte.
• Unzureichende Trocknung/Aushärtung der Grundierung/Surfacer/Füller.
• Verschmutzungen auf dem Gegenstand, die Kratzer verursachen: grobe Schmutzpartikel usw.
• Falsche Schleifpapier-/Schleifpapierkörnung für manuelles Schleifen verwendet.
Prävention
• Überprüfen Sie im TDS, welches Schleifpapier Sie verwenden müssen.
• Stellen Sie sicher, dass die Grundierung/der Surfacer oder die Spachtelmasse vor dem Schleifen vollständig ausgehärtet ist.
• Halten Sie den zu lackierenden Gegenstand sauber, auch während des Schleifens.
• Verwenden Sie zum manuellen Schleifen geeignetes Handschleifpapier.
Abhilfe
• Trocknen Sie das Lacksystem zunächst gründlich.
• Schleifen Sie den Untergrund mit dem richtigen Schleifpapier und der richtigen Körnung.
• Entfernen Sie gegebenenfalls Kratzer aus der Vorbeschichtung vollständig, indem Sie diese mit der geeigneten Schleifkörnung und in mehreren Schritten abschleifen.
• Tragen Sie bei Bedarf Grundierung/Surfacer/Füller auf.
• Tragen Sie das Decklacksystem auf.